Nürnberg. Ab Juli wird die Arbeitslosigkeit deutlich ansteigen, so warnt der Bayern-Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA), und das ist ein historischer Tiefstwert. Die Erwerbslosenquote liegt im Juni bei 4,7 Prozent. Im Vergleich mit den anderen Bundesländern, hat Bayern den geringsten Anstieg zu verzeichnen. Ab Juli wird die Arbeitslosigkeit deutlich ansteigen, so die Befürchtung, da viele junge Menschen nach ihrer Ausbildung von den Betrieben nicht übernommen werden. Ferner steht zu erwarten, dass viele Firmen der Krise mit Kurzarbeit begegnen und Mitarbeiter in größerer Zahl zu entlassen werden. Die Auswirkungen werden sich im Herbst und Winter zeigen, da dies die Jahreszeit ist, wo erfahrungsgemäss Mitarbeiter in größerer Zahl zu entlassen werden. Zusätzlich gehen Schätzungen davon aus dass in dieser Zeit zusätzlich 100000 Menschen ihren Job verlieren werden. “Den höchsten Stand der Arbeitslosigkeit in Bayern erwarten wir letztlich im Februar und März 2010″, sagt Bomba, wie die Sueddeutsche berichtet.
Die Erwartungen für den Arbeitsmarkt Nürnberg:
Im Raum Nürnberg sind besonders viele Firmen aus der Metall- und Elektroindustrie, und aus dem Sektor Autozulieferer Arbeitgeber. Bereits jetzt mangelt es an allen Ecken und Enden an Aufträgen. Die Kurzarbeit im Einzugsbereich der Arbeitsagentur Nürnberg, die auch Fürth umfasst, ist doppelt so hoch wie in München. Aktuell liegt die Zahl der Arbeitslosen bei 6,2 Prozent. Jedoch so prognostiziert Herr Bomba für den Raum Nürnberg einen starken Anstieg der Menschen, welche Arbeitslos werden: “Die Erwerbslosenquote wird in Nürnberg noch in diesem Jahr zweistellig werden”.